http://www.kuku-hohenaschau.de/

Jahresausstellung 2018

9. November bis 9. Dezember

Die Ausstellung wird mit einer Vernissage, zu der wir herzlichst einladen, am 9. November 2018 um 19:00 Uhr in unserer Galerie an der Festhalle eröffnet und läuft bis zum 9. Dezember 2018.
Zur Ausstellung spricht Dr. Elmar Zorn.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mittwoch 15:00 - 17:00 Uhr,
Freitag und Samstag 15:00 - 18:00 Uhr,
Sonntag 10:00 - 12:00 und 15:00 - 18:00 Uhr.

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THOMAS KAEMMERER
1965 geboren in Berlin
1981-9184 Zeichenunterricht bei Werner Freitag,Hamburg
1985 Abitur in Hamburg
1986-1993 Studium der freien Malerei und Graphik an der HDK Berlin
1990-1991 Praktikum im Malersaal der hamburgischen Staatsoper
Tätigkeit als Bühnenbildner beim Theaterhaus Stuttgart und beim Theaterhof Priesental
1992-1993 Meisterschüler bei Prof.Klaus Fußmann
1994-1995 Stipendium der Eduard-Bargheer-Stiftung
1998-1999 Stipendium aus dem Else-Heiliger-Fonds der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
seit 1993 freischaffender Künstler
lebt und arbeitet in Berlin

 

PHILIPP MAGER
1966 geboren in Köln
1986 Abitur in Köln
1987-1989 Volontär im Malsaal der Deutschen Oper Berlin
1990-1997 Studium der Malerei und Grafik an der UdK Berlin Meisterschüler
1997-1998 Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung
2010 Mitglied der Münchner Secession
Finalist beim Willhelm-Morgner-Preis
2011/12 Stipendium im Künstlerhaus Meinersen
2016 2. Preis „Holzschnitt heute“, Kreissparkasse Ludwigsburg
AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
2017 Galerie Mönch, Berlin, GA, Kunstverein Aichwald, GA,
Kunstverein Kirchzarten, GA, Affordable Artfair, GA,
Hamburg 2016 Galerie Falkenberg, Hannover, EA,
Katalog Kreissparkasse Ludwigsburg, Holzschnitt heute, GA
2015 Art Karlsruhe mit Galerie Falkenberg, GA
Galerie Falkenberg, Hannover, EA
Kunsthalle Faust, Hannover, GA
Haus Reiffenstuel, Pfarrkirchen, GA
2014 Stadtgalerie Altötting, GA
Art Karlsruhe mit Galerie Falkenberg, GA
2013 Kunstverein Schwäbisch-Gmünd EA
Verein für Originalradierung, München
Galerie Peerlings, Krefeld, EA
Galerie Falkenberg, Hannover, EA
Kunstverein Hohenaschau, Aschau, GA
2012 Künstlerhaus Meinersen, Abschlussausstellung, Katalog EA
Produzentengalerie Falkenberg, Hannover EA
Berliner Liste
Auswahlausstellung Losito Kunstpreis,
Altes Waisenhaus, Potsdam
2011 Kunstverein Hohenaschau zusammen mit Mirko Schallenberg
und Thomas Kaemmerer, Katalog
Festung Rosenberg, Kronach, GA
Galerie Töplitz, Werder, zusammen mit Thomas Kaemmerer
Kunstverein Kirchzarten, EA
Wald, Schloss Wildthurn, Landau an der Isar GA
2010 Große Kunstausstellung im Haus der Kunst, München, GA
Museum Willhelm Morgner, Soest, GA
2009 Kunstverein Hohenaschau, Katalog, EA

 

GUTTA LAGEDER
1947 Geb. In Bozen (Südtirol)
1967-1969 Hochschule für Angewandte Kunst Wien,
Klasse f. Graphik bei Prof. Schwarz
1969-1972 Accademia di Belle Arti Perugia, Malerei bei Prof. Filipucci
1971 Erste Einzelausstellung
1973 Mitarbeit bei den Salzburger Festspielen unter Giorgio Strehler
Illustration eines Lese-Bilderbuches für Kinder
1973-1976 Akademie d. Bildenden Künste Wien,
Klasse f. Bühnenbild, Prof. Egg Diplom
1976-1991 Als freie Bühnenbildnerin in Deutschland und Österreich tätig:
Münchner Kammerspiele, Münchner Volkstheater,
Staatstheater Hannover, Wiener Burgtheater,
Staatstheater Saarbrücken, - Braunschweig, u.a.
Seit 1991 Freie Malerei
Ausstellungen in München und Umland, Düsseldorf, Hamburg
Daneben Arbeit mit Kindern in einem Integrationshort,
Kurse f.Erwachsenen
Lebt und arbeitet in München
LETZTE AUSSTELLUNGEN
2018 Kommende Lengmoos (b. Bozen) Einzelausstellung
Kunstverein Ebersberg Jurorenausstellung Beteiligung
Schloss Kastelbell (Südtirol) „ 5 Positionen“ Beteiligung
2017 Galerie Villa Maria Bad Aibling Einzelausstellung
2015 Galerie Markt Bruckmühl Einzelausstellung
2014 Galerie A. Janik Einzelausstellung
2013 Galerie Villa Maria Bad Aibling Einzelausstellung
Schloss Moos- Schulthaus (Südtiroler Kulturinstitut, Bozen)
Einzelausstellung

 

JOHANNA SCHELLE
1984 geboren in Berchtesgaden
2006-2009 Berufsausbildung zur Holzbildhauerin im Berufsbildungszentrum
für Bau und Gestaltung der Landeshauptstadt München
seit 2009 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München, bei
Prof. Nikolaus Gerhard, Prof. Katrin Brack und Prof. Hermann Pitz
2015-2016 Erziehungsurlaub
2017 Diplom bei Prof. Hermann Pitz
AUSSTELLUNGEN
2011 Skulpturale, Skulpturenmesse Konstanz
Jahresausstellung Akademie der Bildenden Künste München
Bühnen- und Kostümbild für Die Anstalt der besseren Mädchen,
Werkraum der Münchner Kammerspiele, Regie Sylvia Sobottka
2012 Jahresausstellung Kunstverein Rosenheim e.V.
Figuren, Galerie ARTikel3, München
2013 Zwischenzeit, Galerie Filser & Gräf, München
Jahresausstellung Akademie der Bildenden Künste München
2014 Szenenwechsel II, Zentrale des Goethe-Institutes München,
Ankauf der Arbeit lautlos
Licht und Schatten, Kunstsalon des FMDK im
Ägyptischen Museum München
2016 Jahresausstellung Akademie der Bildenden Künste München
Mitgliederausstellung Kunstverein Rosenheim
2017 Diplomausstellung Akademie der Bildenden Künste München
KUNST AKTUELL Jahresausstellung des Kunstverein Rosenheim
24. Aichacher Kunstpreis

 

RANSOME STANLEY
1953 geboren in London aufgewachsen in Grenzach bei Basel
1975-1979 Studium Merz-Akademie Stuttgart Meisterschüler bei Prof. Merz
AUSSTELLUNG (Auswahl)
2018 Foundation Clemént Martinique
ART FAIR LONDON ARTCO Galerie
*Just behind* 1831 Art Gallery Paris
Art Paris ARTCO Galerie
Fondation Clément Martinique
Galerie Wagner Frankfurt
Jo`burg Art Fair ARTCO Galerie
AKAA Art Fair Paris ARTCO Galerie
2017 *The Souls Of Black Spirit* 1831 Art Gallery Paris
CapeTown Art Fair ARTCO Galerie
Neustadt a. d. Weinstrasse Stadtmuseum Villa Böhm
Jo`burg Art Fair ARTCO Galerie
Expo Chicago Gallery MOMO
AKAA Art Fair Paris ARTCO Galerie
2016 CapeTown Art Fair ARTCO Galerie
The studio. another place Galerie Hengevoss - Dürkop Hamburg
Jo`burg Art Fair ARTCO Galerie
AKAA Art Fair Paris ARTC Galerie
2015 Fondation Blachere, Aix en Provence, Frankreich
1:54 Art Fair, New York
Art Karlsruhe
START Art Fair, Saatchi Gallery, London
Kunstverein, Aschau
Art Vilnius, Litauen Ransome Stanley, Kaisers.55, 80801 München

 

EKATERINA ZACHAROVA
1968 in Moskau geboren
1983 /1986 Kostümkunde-Studium an der Theaterkunstschule, Moskau
1986 /1989 Kunstpädagogik-Studium; Diplom mit Bestnote
1989 /1995 Studium der Malerei und Grafik an der Surikov-Akademie, Moskau,
Diplom mit Bestnote
1993 Gaststudium an der Kunstakademie Stuttgart
1996 Übersiedlung nach Bayern
1999 Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft kgl. priv. von 1868
Gestaltung des Bühnenbildes zur Oper „La Bohème“ und der
Operette „Die Fledermaus“ für den „Chiemgauer Opernsommer“.
2000 Bühnenbild für die Opern „Die Zauberflöte“ und „Madame Butterfly“
für den „Chiemgauer Opernsommer“.
seit 2003 Jurorin der Münchener Künstlergenossenschaft kgl. priv. von 1868
AUSSTELLUNG (Auswahl)
2014 Serie „Two“ und „New York - New York“, Malaufenthalt in New York,
Hongkong und Havanna
2015 Ausstellung „Two“ in der Hypo-Vereinsbank Rosenheim,
Projekt „Panta rhei - Komm mit!“
erhält den Europäischen Bürgerpreis
Projekt „ gemeinsam - einsam- zweisam, Himmel oder Hölle“ mit den
Schulen aus den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz- Wolfratshausen
2016 Ausstellung „Habanna - amor nostalgico“,
Hypo-Vereinsbank Rosenheim und Rottach -Egern
„Art Expo“, New York
2017 „New York -New York“,
Hypo-Vereinsbank Rosenheim und Rottach -Egern
„Cuba en Cambio“ Galerie „Kunst am Gendarmenmarkt“, Berlin
NordArt, Kunstwerk Carlshütte
2018 „Apéro à Paris“ Hypo-Vereinsbank Rosenheim und Rottach -Egern
Bambuspforte Kulturfestival Berlin, Ausstellung „Ihr Horizont“,
Triumph-Gallery Peking, in den Räumen Galerie Jean Michel Berlin
Bühnenbild und Kostüme für die Oper „La Bohème“ Immling Festival
NordArt, Kunstwerk Carlshütte
ArtMuc, München
Galerie „Kunst am Gendarmenmarkt“, Berlin

 

KIRSTEN ZEITZ
1976 geboren
1995-2002 Los Angeles, Kalifornien
2002-2004 Ausbildung zur Glasmalerin mit Gesellenprüfung,
Werkstätten van Treeck, München
2004-2011 Studium an der AdBK München bei Prof. N. Prangenberg /
Meisterschülerin mit Diplom
KOMMENDE AUSSTELLUNG
2019 Museum Oberschönenfeld (SOLO)
STIPENDIEN UND FÖRDERUNGEN
2013-2016 Atelierförderprogramm des Bayerischen Staatsministeriums
und der LH München,
Erwin und Gisela von Steiner – Stiftung München,
2012 Debutantenpreis des Bayerischen Staatsministeriums
für Forschung, Wissenschaft u Kunst,
Katalogförderung der Lfa Bayern
2009 Internationale Sommerakademie Salzburg
lebt im Allgäu


Gedanken zur Jahresausstellung 2018 in der Galerie des Kunstvereins „Kunst und Kultur zu Hohenaschau e.V“, anläßlich der Eröffnung am 9. November 2018

Meine Damen und Herren,

Künstlerfreundschaften ziehen sich deutlich durch die Programmgestaltung von Rudolf Distler, immer wieder zu sehen in den Räumen des Kunstvereins in Aschau. Auch heute sind sie ein Schwerpunkt des Konzepts dieser Jahresausstellung 2018. So verbindet drei der sieben hier gezeigten Künstler eine solche Freundschaft: Thomas Kaemmerer, Philipp Mager und Ransome Stanley.
Aber lassen Sie mich kurz von der Ferne die Eindrücke, die ich von den Künstlern und Werken dieser Ausstellung empfing, schildern:

Kirsten Zeitz hat lange in Kalifornien verbracht, ab 2004 Klasse Prangenberg der Münchner Akademie, lebt heute im Allgäu. Wie sie Gegenstände und Entdeckungen aus ihrer Umgebung fokussierend auf die Fläche des Papiers transponiert und bei aller Abstraktion mit wenigen Strichen ein neues und ganz anderes Gebilde erblüht, läßt sich in ihren subtilen Liniengespinsten in Tusche und Bleistift auf Papier als Ausflug in die wunderbare Zartheit des Mediums Zeichnung verfolgen.

Ekaterina Zacharova, in Moskau geboren, lebt seit 1996 in Bayern, wo sie seit ihren Bühnenbildern für den Chiemgauer Opernsommer, etwa für die „Zauberflöte“ oder „La Bohème“, immer wieder Aufsehen erregte. In einer Eröffnungsrede in Rosenheim 2016 habe ich über ihr Werk gesagt, dass sie über die außergewöhnliche Fähigkeit verfügt, in jedem ihrer Bilder kleine Geschichten zu erzählen und so den Zauber eines Augenblicks zu bannen. Oft sind es Kulissen des Großstadtverkehrs oder Barszenen, die auf die Betrachter dieser Malerei einen sehr direkten, sinnlichen Zauber ausüben.

Die in Bozen geborene, in München lebende Gutta Lageder ist vielen, die die bayerische Kunstszene verfolgen, durch ihrer Ausstellungen etwa in der Galerie des Marktes Bruckmühl und der Galerie „Villa Maria“ in Bad Aibling – beide bekannte Kunststätten für die Präsentation zeitgenössischer Kunst – vertraut. Ihre oft durch aufgeklebtes Seidenpapier hergestellten Strukturen auf der Malfläche lassen Schichten entstehen, die beides evozieren: wieder erkennbare Hügellandschaften etwa von Tälern Südtirols und einer Binnennatur in der Kunst in den dominant horizontal gelegten Streifen und Bändern.

Johanna Schelle, in Berchtesgaden geboren, bei Nikolaus Gerhart und Hermann Pitz ebenfalls an der Münchner Akademie studiert, ist ein Geniestreich gelungen. Mit ihren vier stelenartigen jungen Frauen aus Lindenholz mit Acryl dreht sie unseren festgefahrenen Skulpturen-Kanon um, daß nämlich Plastiken ausgefallen, heroisch oder bizarr expressiv sein müssen. Ihre Figuren verharren in normalen Bewegungen, freilich mit viel Spott und etwas Karikatur, und sind hinreißend gestaltet. Endlich können wir einer Skulptur menschlich begegnen in ihrer Kunstfertigkeit.

Der Berliner Thomas Kaemmerer. auch er war als Bühnenbildner tätig, entführt uns in seiner Malerei in erlesene, in Luxus funkelnde Stillleben. Wir genießen seine meisterlich gesetzte Überfülle von Schatten und Spiegelungen. Obwohl wir doch schon so unendlich viele Stillleben in der Kunstgeschichte erleben konnten, blicken wir mit Interesse auf ein Sujet, das eher als langweilig gilt, und gewinnen seinen Bildern neue Erfahrungen ab. Ein großes Fressn der Malerei, alles sehr gekonnt und sehr übertrieben- zum Glück!

Der in Köln aufgewachsene Maler Philipp Mager stellt in einem wahren
Kompendium von Bild- und Figurenzitaten, über die er inhaltlich und formal surreal diverse Bildinformationen legt, ein eklektisches Pandämonium der Malerei, bzw. der Malereigeschichte her. In zahlreichen Ausstellungen in ganz Deutschland seit langem präsent, entsteht bei diesem Maler eine Bilderwelt, die – auf ganz andere Weise – etwas versucht, was auch die Neue Leipziger Malerei beflügelt hat: eine Inspektion und Introspektion der Kunst in Deutschland und ihrer Klischees in ihrer Brauchbarkeit und ihrer Verbrauchtheit.

Der vergnüglichen Paradoxie von Ransome Stanleys Arbeiten zu folgen, macht großen Spaß: die auftrumpfend dunklen mächtigen monochromen Flächen seiner Köpfe mit den darauf gestreuten Verästelungen und spielerischen Arabesken seiner Nonsens-Formen. Diese Bildfragmente und Fotozitate sprühen vor Witz. Witz ist ja eigentlich ein geistiger Kurzschluss, besser ein geistreicher Kurzschluss. Ich habe zu seinen Arbeiten einmal gesagt: sie loten einen ganzen Kosmos ironischen Weltgeschehens
aus. Auch diese Werke tragen hierzu auf höchst unterhaltsame Weise bei.
In seinem Einladungsschreiben für diese Jahresausstellung drückt Rudi Distler sein Anliegen aus, die Besucher des Kunstvereins zu überraschen und zu beeindrucken. Das ist mit einer Einzelausstellung leichter zu bewerkstelligen, was ihm bisher ja, wie wir wissen, samt und sonders gelungen ist. Mit 7 Künstlern ist es schon schwieriger, eine Balance herzustellen und spezielle Aufmerksamkeit zu erregen, und eben nicht
beliebige Aufmerksamkeit, wie wir sie in diesen Tagen bei der Münchner
Kunstmesse ARTMUC auf der Praterinsel vorgeführt bekommen. Bezeichnend für diesen Unterschied ist der Auftritt der Werke von Ekaterina Zacharova hier und dort. Der Vergleich zeigt, dass ihre Werke in Aschau um ein Vielfaches richtiger und spannender präsentiert sind. Was Sie, meine Damen und Herren nicht abhalten soll, die ARTMUC zu besuchen! Ich behaupte ja nur: diese Ausstellung ist Rudi Distlers
Installation selbst ein Kunstwerk geworden, wieder einmal. Es darf jetzt also ruhig Weihnachten werden, in der Kunst und für uns Freunde des Kunstvereins Aschau!

Elmar Zorn




Monster, 200x250cm, Öl auf Leinwand, 2017
Monster, 200x250cm, Öl auf Leinwand, 2017